Mein kleiner Kräutergarten

 

 

 

Der Kräutergarten ist eine besondere Leidenschaft von mir. Weil er so einfach zu pflegen ist ? Oder weil er einen ziemlich großen Nutzen

bringt ? Die unten aufgeführten Kräuter verschönern in diesem Jahr meinen Garten und meinen Küchenzettel.

 

 

 

 

 

Thymian:

Niedriger Halbstrauch mit aromatischem Duft.

Standort: Volle Sonne. Kalkhaltige, durchlässige Erde.

Pflege: Kann mit Schutz draußen überwintern. Vermehrung durch Stecklinge und Absenker.

Verwendung: Fisch, Geflügel, Suppen, Salate -- sparsam verwenden, mitkochen.

Vermehrung von Thymian
Der
Thymian lässt sich leicht über Stecklinge vermehren, die man vor der Blüte schneidet. Man schneidet die jungen Triebe, entfernt die unteren Blätter und steckt die Stängel in feuchte Aussaaterde oder Sand. Bis die Stecklinge Wurzeln treiben muss man sie mit einer Plastikhaube oder Folie abdecken, um so eine Art Treibhaus zu simulieren.


 



Basilikum:

Einjährige, frostempfindliche Pflanze mit grünem (aromatischer) oder rötlichem Laub.

Standort: Sonnig und warm, windgeschützt. Lockere Erde. In kühlen Sommern im Haus.

Pflege: Erde nie austrocknen lassen, bei gutem Wetter täglich gießen.

Verwendung: Fleisch, Nudeln, Pizza, Tomaten, Mittelmeergerichte, nicht mitkochen.

 

 


 

Lavendel:

Intensiv duftender, dekorativer Halbstrauch.

Standort: Volle Sonne. Kalkhaltige, durchlässige Erde

 Pflege: Trocken halten. Schnitt im Frühjahr, zweiter Schnitt nach der Blüte. Nie bis in verholzte Teile schneiden. Vermehrung durch Triebstecklinge. Kann mit Winterschutz draußen überwintern.

Verwendung: Duft-Potpourris, Kräuterbutter -- sparsam verwenden.

 

Lavendel vermehren
  1. Die beste Zeit für das Vermehren ist das Frühjahr. Aber auch im Herbst können Sie Ihren Lavendel vermehren. Der Lavendel sollte dann jedoch im Wintergarten überwintern.
  2. Schneiden Sie unverzweigte Triebe ab oder nehmen Sie die verwelkten Blüten ab.
  3. Die Triebe sollten eine Länge von ca. 10 Zentimetern haben. Entfernen Sie die unteren Blätter.
  4. Nun kommen die Triebe in eine Schale mit Anzuchterde und werden angegossen. Die Schale sollten Sie an einen warmen und sonnigen Platz stellen. Denken Sie daran, die Triebe regelmäßig zu gießen.
  5. Nach sechs bis acht Wochen haben sich ausreichend Wurzeln gebildet und die Jungpflanzen sind so kräftig, dass Sie diese in einzelne Töpfe setzen können.
  6. Nach dem ersten Trieb der Jungpflanzen sollten Sie diese immer gleich zurückschneiden. So wachsen die Triebe zu einem kompaken und buschigen Lavendelstrauch heran.

 

Rosmarin:

Mehrjährige, frostempfindliche Pflanze mit nadelähnlichen Blättchen. Über 1 m hoch.

Standort: Sonnig, warm und windgeschützt. Lockere, durchlässige Erde.

Pflege: Kühl, hell und frostfrei überwintern. Vor Staunässe schützen.

Verwendung: Als Gewürz zu Lamm, Kartoffeln, Gemüse, zu allen  Mittelmeergerichte -- mitkochen. Blätter jederzeit verwendbar, zum Trocknen vor der Blüte pflücken.

 

Rosmarinvermehrung

  1. Schneiden Sie einzelne Spitzen ab, die noch nicht verholzt sind. Sie sollten eine Länge von ca. zehn Zentimetern haben.
  2. Nun entfernen Sie die Blätter vorsichtig mit einem Messer und zwar auf etwa zwei Drittel des Triebes.
  3. Nun stecken Sie den Stiel in Anzuchterde und drücken ihn schön fest. Nach wenigen Wochen sind die Triebe bereits angewachsen. Da nicht alle Triebe Wurzeln kriegen werden, können Sie auch mehrere in einen Blumentopf geben und nach dem Anwachsen separat einpflanzen.

 

 

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Oregano:

Aromatische, winterharte Staude.

Standort: Sonnig und warm. Durchlässige, leicht kalkhaltige, nicht zu feuchte Erde.

Pflege: Vor Staunässe schützen. Im Herbst oder Frühjahr dicht über dem Boden abschneiden.

Verwendung: Für Pizza, Gemüse und Fleisch, sparsam verwenden, mitkochen. Vor der Blüte ernten. Auch getrocknet sehr aromatisch.

Vermehrung leicht durch Stecklinge
 


 

Estragon:

Mehrjähriges Kraut, bis 1 m hoch, grünliche Blätter. Zwei Sorten: französischer (aromatischer) und russischer (robuster).

Standort: Sonnig oder halbschattig, windgeschützt. Lockere, nicht zu trockene Erde

Pflege: Bei Trockenheit wässern, häufig hacken. Im kalten Winter abdecken.

Verwendung:    Fisch, Geflügel, Gurken,   Salate,    sparsam verwenden --    nicht mitkochen.


Vermehrung:
der franz. Estragon nur vegetativ über Stecklinge oder Absenker. Der russ. Estragon kann über Samen vermehrt werden.
 


 

Salbei:

Mehrjährige, immergrüne, verholzende Pflanze mit vielen Sorten. Graugrüne Blättchen, beidseitig dicht behaart. Bis 70 cm hoch. Salbei ist auch fürs Haus geeignet.

Standort: Sonnig, warm und windgeschützt. Durchlässige, nicht zu feuchte Erde wird bevorzugt.

Pflege: Bei langanhaltender Trockenheit gießen, aber Staunässe vermeiden. Leichter Winterschutz.

Verwendung: Eintöpfe, fette Braten, Fisch, Kräuterbutter, Schmorgerichte,  -- sparsam verwenden, mitkochen.

 


 

Dill:

Einjährige, bis 1,2 , hohe Pflanze mit feingegliederten Blättern und gelben Blütendolden.

Standort: Sonnig, aber mit schattigem Fuß. Lockere, kalkhaltige Erde.

Pflege: Boden lockern, unkrautfrei halten.

Verwendung: Fisch, Schalen- und Krustentiere, Salate, Tomaten, Samen für Gewürzgurken - sparsam verwenden, nicht mitkochen.


 


 

Bohnenkraut:

Einjährige, verzweigt wachsende Pflanze, 30 cm hoch, schmale Blättchen.

Standort: Sonnig und warm, windgeschützt. Leichte, lockere Erde.

Pflege: Bei langer Trockenheit wässern. Boden locker und unkrautfrei halten.

Verwendung: Bohnengerichte und andere Hülsenfrüchte, Kartoffelsuppe, Eintöpfe, Eier, Fleischgerichte, Gurken  - mitkochen.
 

 


 

Petersilie:

Zweijährige Pflanze, bis 40 cm hoch. Sorten mit glatten (aromatischer) oder gekrausten Blättern.

Standort: Sonnig oder halbschattig. Leicht feuchte, nährstoffreiche Erde.

Pflege: Wässern, aber Staunässe vermeiden.

Verwendung: Passt zu allen Gerichten, ausgenommen Süßspeisen, vor allem zu Kartoffeln, Salaten, Soßen, Suppen -- nicht mitkochen.

 


 

Schnittlauch:

Mehrjähriges Zwiebelgewächs mit röhrenförmigen Blättern und rosa Blüten. Bis 30 cm hoch.

Standort: Sonnig oder halbschattig. Nährstoffreiche, leicht feuchte Erde. Für den Winterbedarf kann man Schnittlauch aus dem Garten ins Haus nehmen.

Pflege: Bei Trockenheit wässern, unkrautfrei halten.

Verwendung:     Eierspeisen, Gemüse, Kartoffeln, Quark, Salate, Suppen -- nicht mitkochen.
 

Aussaat

Für die Aussaat empfiehlt sich der frühe April. Auf eine Fläche von gut einem Meter können bis zu 300 Samenkörner ausgebracht werden. Die Keimzeit liegt zwischen sieben und vierzehn Tagen. Die Pflanze kann bis zu 50 Zentimeter hoch wachsen.


 

 


 

Pimpinelle:

Mehrjährige, anspruchslose Pflanze, bis 60 cm hoch. Rosettenartig mit feingezähnten Blättern.

Standort: Wächst fast überall, bevorzugt aber sonnige, warme Plätze und leicht feuchte Erde.

Pflege: Normale Pflege. Blüten abschneiden, damit mehr Blätter wachsen. Alle 3 Jahre erneuern.

Verwendung: Fast so vielseitig wie Petersilie: zu Eierspeisen, Fisch, grüner Soße, Kräuterquark, Salaten, Suppen -- sparsam verwenden, nicht mitkochen.

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Currykraut:

Wintergrüner Halbstrauch.

Standort: Nicht zu nährstoffreicher, durchlässiger, warmer und sonniger Standort.

Pflege: Bei Trockenheit wässern, normale Pflege.

Verwendung: Schmeckt lecker zu Fisch, Fleisch und Reis.
 

Vermehrung:

Stecklinge bewurzeln ganzjährig leicht innerhalb von etwa 4 Wochen,sofern sie nicht zu nass gehalten werden.
Durch Samen, damit der Samen keimt, braucht er viel Licht. Am besten im Frühjahr aussäen und nur ganz leicht in
die Erde drücken.

 


 

Ysop:

Mehrjährige Pflanze mit verholzten Stängeln und schönen Blüten. Bis 60 cm hoch.

Standort: Sonnig. Trockene, kalkhaltige Erde.

Pflege: Bei langer Trockenheit wässern. In rauhen Gegenden Winterschutz.

Verwendung: Gemüsesuppen, Kräutersaucen, Salate -- sparsam verwenden, nicht mitkochen.



Vermehrung:
Vermehrung durch Stecklinge und durch Teilung ist möglich
 


 

Bärlauch:

kommt meist in lichten Wäldern vor.

Standort: Schattig, unter Bäumen und Hecken. Liebt einfachen, lehm- und leicht kalkhaltigen Boden.

Pflege: Sehr genügsame Pflanze, ab und zu wässern.

Verwendung: Ähnlich dem Knoblauch, z.B. Bärlauchsuppe.



Zitronenmelisse
mehrjähriges Kraut
Standort:  nährstffreich,stets gleichmäßig feucht halten
Pflege:  häufiger Rückschnitt fördert die Bildung zarter Jungtriebe
Verwendung: frisch,nie mitgaren; passt zu allem, was eine zitronige Note verträgt. ; zur Dekoration von Dessertsoder als Tee

 

Vermehrung:  durch Teilung oder Stecklinge


Boretsch:
ca.80cmhoch, ausladendwachsendes Krautmit lockerer Verzweigung und behaarten Blättern;Juni bis Okt. dekorative,essbare blaue Blüten
Standort:  nährstoffreich und kalkhaltig

Pflege:  AussaatApril bis Juni; anspruchslos
Verwendung:frische Blätter zu Salat und Frankfurter Soße; essbare Blüten zur Dekoration


Kerbel
einjähriges Würzkraut
Standort:  locker, tiefgründig, nahrhaft
Pflege: unkompliziert,nicht zu trocken halten,sonst erfolgt rasche Blüte,stete für Folgesaaten sorgen.
Verwendung;frisch für Kerbelrahmsuppe,Käse- und Eierspeisen
 


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Damit man das ganze Jahr Spaß an den Kräutern hat!!!!

 

Das Trocknen von Kräutern:

Geerntete Kräuter sollten möglichst schnell, gleichzeitig aber auch behutsam getrocknet werden.[ Heizungskeller, Warmhaltefach im Ofen ] In jedem Fall sollte der Trockenplatz dunkel sein. Die beste Temperatur liegt bei 30 ° C. Die Trockenzeit beträgt 2 bis 7 Tage, abhängig von der Pflanze und der Temperatur. Sobald die Blätter rascheln und der Stil sich nicht mehr biegen lässt sondern bricht, sind die Kräuter trocken. Die getrockneten Kräuter kann man in lichtundurchlässigen, gut verschließbaren Gläsern, Holzdosen oder Büchsen aufbewahren.


 

 

  

Das Einfrieren von Kräutern:

Im allgemeinen lassen sich Kräuter gut einfrieren. Die Blätter sollten möglichst nicht zerdrückt werden. Zum Einfrieren eignen sich gut: Dill, Estragon, Basilikum, Bohnenkraut, Kerbel, Liebstöckel, Petersilie, Schnittlauch und auch Zitronenmelisse. Da die Kräuter sich nicht ein zweites Mal einfrieren lassen, ist es ratsam, immer nur kleine Portionen einzufrieren ( Eiswürfelportionierer). 

Kräuteröl:

Mit Öl kann man den Kräutern ihre wertvollen Inhaltsstoffe entziehen. Dill, Lavendel, Thymian oder Rosmarin eignen sich dazu hervorragend. Man verwendet zur Herstellung von Kräuterölen hochwertiges Speiseöl, z. B. Olivenöl. Man nimmt etwa eine Handvoll Kräuter und gibt sie in ungefähr 1 Liter Öl und lässt das Ganze 2 bis 3 Wochen hell stehend ziehen. Anschließend wird die Flüssigkeit in ein feinmaschiges Sieb gegeben, um die Kräuter wieder von dem Öl zu trennen.

 




















 

Kräuteressig:


Auch mit weißem Weinessig kann man den Kräutern Inhalts- und Aromastoffe entziehen. Estragon, Dill, Basilikum, Thymian, Salbei und Schnittlauch eignen sich für diese Variation. Entweder verwendet man die Kräuter einzeln oder als Mischung. Die Kräuter werden langstielig gepflückt, gewaschen und gründlich abgetrocknet. Anschließend füllt man sie in eine von innen völlig trockene Flasche. Dann wird der Weinessig dazugegeben. Die Flasche sollte, bevor sie verschlossen wird, leicht geschüttelt werden, damit sich die Luftbläschen an den Kräutern lösen und nach oben steigen. Nun lässt man das Ganze mehrere Wochen ziehen. Selbstgemachten Kräuteressig verwendet man für Salate und Saucen.


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